| Kleines Rohstoff-Lexikon | |
| Alaun | ist ein Doppelsalz, das auch Kali-AAluminiumsulfat heißt. Es ist leicht alkalisch und wird manchmal als Aufschlussmittel eingesetzt. Besonders zur Behandlung von Gipsputzen ist es in wässriger Lösung ein gutes Grundiermittel. |
| Balsamterpentinöl | ist das am meisten eingesetzte natürliche Lösungsmittel für pflanzliche Harze. Es handelt sich um ein Destillat aus Kiefernbalsam. Die Harze werden in Südeuropa, vornehmlich Potugal, von lebenden Bäumen gesammelt. |
| Bernstein | ist ein fossiles Harz, daß durch die erdgeschichtliche Lagerung gehärtet wurde. Dieser Umstand, verbunden mit dem hohen Schmelzpunkt, macht es interessant für besonders strapazierfähigre Lacke (Bernsteinlack). Es wird nur noch selten eingesetzt. |
| Bienenwachs | kann vielfältig genutzt werden. Es wird haaauptsächlich zur Holzoberflächenbehandlung eingesetzt, wo es zu schönem Samtglanz aufpoliert werden kann. Es ist antistatisch und somit schmutzabweisend. |
| Borax | ist ein Borsalz (Natriumtetraborat). Es wird überwiegend in nordamerikanischen Lagerstätten gewonnen. Das milde alkalische Salz dient zum Aufschluß von Kasein. |
| Borsalz | ist die gängige Bezeichnung für Oktoborate. Diese werden wie Borsalz gewonnen und haben durch den höheren Boranteil eine gute Holzschutzwirkung. |
| Carnaubawachs | stammt von tropischen Palmen, die vor allem in Brasilien angebaut werden. Es ist das härteste Naturwachs und wird in Fußbodenhartwachsen und Autopolituren eingesetzt. |
| Dammarharz | vergilbt im Gegensatz zu Kiefernharzen kaum. Es ist weisslich transparent und kommt in Firnissen und besonders in weissen Öllacken zum Einsatz. |
| Erdpigmente | bezeichnet als Sammelbegriff alle natürlich vorkommenden bunten Erden, nachdem sie abgebaut, gereinigt und fein gemahlen wurden. Sie können zum Einfärben fast sämtlicher Anstrichmittel eingesetzt werden. |
| Äthylalkohol | wird oft auch Bio-Alkohol genannt. Es handelt sich um ein Vergärungsprodukt aus pflanzlichen Stärken/Zuckern. Neben der Herstellung von Schnäpsen werden vergällte Sorten als Lösungsmittel, vor allem für Schellack, eingesetzt. |
| Firnis | ist eine unspezifische Bezeichnung für behandelte ölige Bindemittel. Bekannt ist Leinölfirnis, ein Leinöl, das 1 bis 3 Prozent Trockenstoffe enthält um die Trocknungszeit zu verringern. Bei den Trockenstoffen handelt es sich meistens um Metallverbindungen. |
| Gips | heisst für den Chemiker auch Calciumsulfat. Gips ist bekannt als Putz oder Fugenspachtel. Wir verwenden Gipd zur Herstellung von Malkreide. |
| Glimmer | gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Phlogopit ist feinschuppig, wogegen Muskovit in größeren Scheibchen gefunden wird. Dieses Tonerde-Silikat kann als Füllstoff eingesetzt werden, hat aber auch dekorative Eigenschaften. |
| Gummi | ist eine Bezeichnung für natürliche Balsame von Laubbäumen. Sie dienen als wasserlösliche Bindemittel vor allem für Aquarellfarben. |
| Holzölstandöl | wird durch Pressung aus den Nüssen des chinesischen Tungbaumes gewonnen. Es ist dickflüssig und verbessert die Trocknungseigenschaften von Ölfarben und Lacken. |
| Isoaliphate | werden neuerdings als Lösungsmittel in Anstrichstoffen eingesetzt. Es handelt sich um sehr gut gereinigtes Testbenzin, das angeblich völlig aromatenfrei (daher "iso") ist. Es bleibt dennoch ein Mineralölprodukt. |
| Kalischmierseife | ist eine Schmierseife, die unter Zuhilfenahme von Kalilauge hergestellt wird. Sie kann zum Grundieren von Putz eingesetzt werden, als Reinigungsmittel oder als Bestandteil von Abbeizern. |
| Kaolin | ist ein anderer Name für Porzellanerde. Das natürliche Tonmineral ist ein guter Füllstoff für wässrige Anstrichsysteme. Besonders in Wandfarben sorgt es mit seinem guten Wasserhaltevermögen für eine gute Anstrichkonsistenz. |
| Kasein | oder Käsestoff findet sich in allen Milchprodukten. Magerquark besteht neben Wasser wesentlich aus Kasein. Durch Aufschluß mit Alkalien entsteht der Kaseinleim, ein besonders kräftiges Bindemittel. weitere Informationen. |
| Kieselgur | besteht aus den Skeletten abgestorbener Kieselalgen. Es wird auch Diatomeenerde genannt und ist ein mattierender und extrem leichter Füllstoff. Es dient als natürliches Antiabsetzmittel. |
| Kolophonium | ist der feste Bestandteil der Kiefernharze. Es wird in Lack-Zubereitungen eingesetzt. Kalkkolophonium wird mit Kalk verkocht, Kolophonium-glycerinester sind veresterte Harze. Sie haben bessere Trocken- und Härtereigenschaften. |
| Kreide | gibt es in riesigen Mengen und vielen Variationen. Sie besteht aus Calciumcarbonat, das von Kammertierchen zu winzigen Skeletten und Schalen aufgebaut wurde. Die millionen Jahre alten Ablagerungen liefern ein vielseitig einsetzbares Weisspigment |
| Leinöl | ist das häufigste natürliche Farbenöl. Es wird aus Flachsaat gepresst und besteht im wesentlichen aus Linol- und Linolensäuren. Es ist ein technisch hochwertiges Farbbindemittel. |
| Leinölstandöl | ist traditionell ein lange abgestandenes Leinöl. Der damit einhergehende Eindickungsprozess kann durch Kochen beschleunigt werden, was eine Art Vortrocknung darstellt. Das Standöl ist wasserfester und hat günstige Verlaufseigenschaften. |
| Methylzellulose | wird aus natürlicher Zellulose hergestellt, allerdings unter Beteiligung der Chlorchemie. Sie ist ungiftig, dient als verdickungsmittel und vor allem als Klebstoff, z.B. in Tapetenkleister oder als Bindemittel in Leimfarben. |
| Ricinenöl | ist ein entwässertes Rizinusöl. Es gehört zu den trocknenden Ölen und ist damit als Farbbindemittel geeignet. Wegen seiner geringen Vergilbungsneigung und guten Temperaturbeständigkeit kommt es in Weisslacken und Heizkörperlacken zum Einsatz. |
| Safloröl | stammt aus der Färberdistel, die reichhaltige Ölsamen liefert. Wegen der geringen Vergilbungsneigung dient es als hervorragendes Farbbindemittel. |
| Salmiakgeist | wird nur verdünnt als kräftiges Reinigungsmittel eingesetzt. Durch seine Alkalität verseift es Fette und Öle und kann ebenfalls zur Herstellung von Harzseifen benutzt werden. |
| Schellack | ist das wachshaltige Harz, welches durch den Schildlausbefall von indischen Sträuchern produziert wird. Es ist alkohollöslich und bietet dann ein schnell trocknendes Farbbindemittel für Spirituslacke und Schellackpolituren. |
| Xanthan | ist ein natürliches Klebe- bzw. Verdickungsmittel, das von Bakterien produziert wird. Es wird in Lebensmitteln eingesetzt und ist für Farben gut geeignet. |
| Zitronensäure | ist die Fruchtsäure der Zitrone. Sie wird als Triebmittel in der Kinderknete eingesetzt. |