Anwendungsbeispiele Lehmbau: Lehmputze

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Lehmputz haftet nur mechanisch am Untergrund. Der muß deshalb ausreichend rauh sein.
Beim Putzauftrag per Hand empfihlt es sich den Untergrund vorzunässen, außer bei Schilfrohrmatten und Untergründen, die nicht saugfähig sind.
Schilfrohrgewebe ist ein hervorragender Putzträger, nicht nur für Lehm-, sondern auch für Kalkputze. Damit lassen sich mühelos auch größere Flächen überspannen, wie in diesem Beispiel eine komplette Decke.
An rißgefährdeten Stellen muß ein Armierungsgewebe in den Unterputz eingelegt werden. Am leichtesten läßt sich Kunststoffgewebe verarbeiten.
Mit Lehmputz sanierte Kölner Decke. Diese Decke war ursprünglich mit Sumpfkalkputz auf Lehmunterputz verputzt. Mit einem Lehm-Feinputz läßt sich die gleiche optische Wirkung erzielen.
Lehmputz eignet sich als Außenputz, wenn die Fassade hinreichend vor Schlagregen geschützt ist und die Verarbeitung sehr sorgfältig geschieht. DIe Putzoberfläche muß sehr glatt sein, damit Regenwasser gut ablaufen kann. Der Anstrich erfolgt mit Silikatfarben.
Im Innenbereich wird die Putzoberfläche meistens gerieben. daß ergibt eine besonders schöne, lebendige Oberfläche. Ein geeigneter Anstrich besteht z.B. aus einer Marmormehl-Kaseinfarbe